Montag, 20. April 2015

Die Seele



Der Große Gott trennte eine Seele von seinem eigenen Innersten und sie in Schönheit.
Er gab ihr die Milde der Abendbrise, den Duft von Wildblumen, die Sanftheit des Mondlichts.
Er gab ihr eine Schale Zufriedenheit und sagte: „Trink nur davon, wenn du die Vergangenheit vergisst und nicht auf die Zukunft achtest.“
Er gab ihr eine Schale Trauer und sagte: „Trink davon und begreife das Wesen der Lebensfreude.“
Er verstreute in ihr eine Liebe, die sie beim ersten Säuseln der Erfüllung im Stich lassen und eine Anmut, die sie beim ersten Wort von Hochmut verlassen würde.
Er sandte Wissen vom Himmel hinab zu ihr, um sie auf den Pfaden der Wahrheit zu leiten.
Tief in sie hinein pflanzte er Einsicht, um zu sehen was nicht gesehen werden kann.
In ihr schuf er ein Verlangen, das zu den Träumen und den Geistern fließt.
Er kleidete sie mit einem Gewand der Sehnsucht, gewoben von Engeln aus Fäden des Regenbogens.
Dann setzte er in sie die Dunkelheit der Verwirrung – das Abbild des Lichts.
Dann nahm der große Gott Feuer aus der Schmiede des Zorns und Wind aus der Wüste der Ignoranz, Sand von den Küsten der Arroganz und Staub aus den Fußspuren der Zeitalter.
Damit formte er den Menschen.
Er gab ihm eine blinde Kraft, die in Verrücktheit auflodert und von Lüsten gedämpft wird.
Er gab Leben in ihn, das das Abbild des Todes ist.
Der Große Gott lächelte und weinte, schaute mit grenzenloser und ewiger Liebe, und vermählte sich mit dem Menschen und seiner Seele.

(Khalil Gibran)

The Soul



The Great God separated a soul from His own essence and fashioned beauty within her.
He gave her the mildness of the evening breezes, the fragrance of wildflowers, the gentleness of moonlight.
He gave her a cup of happiness and said, ‘Drink of it only if you forget the past and are heedless of the future.’
He gave her a cup of sorrow and said, ‘Drink of it and apprehend the essence of life’s joy.’
He scattered within her a love that will desert her at the first sigh of fulfilment and a sweetness that will desert her at the first word of pride.
From heaven He sent down knowledge upon her to guide her on the paths of truth.
Deep within her He placed discernment to see what cannot be seen.
In her He created a yearning that flows with dreams and runs with spirits.
He clothed her with a robe of longing, woven by angels from rainbow threads.
Then He placed within her the darkness of bewilderment – the image of the light.
Then the Great God took fire from anger’s forge and a wind from the desert of ignorance, sand from the shores of the sea of arrogance and dust from the footprints of the ages.
With these he moulded man.
He gave him a blind power that blazes up in madness and is damped by lusts.
He placed life in him, which is the image of death.
The Great God smiled and wept, looked with love boundless and eternal, and wedded man and his soul.

(Khalil Gibran)

Sonntag, 12. April 2015

Die Frau, die Bäume pflanzte




Dem Wachsenden Raum geben

Zulassen, dass Neues entsteht

Zuerst ein Samen klein

Dann spitzt erstes zartes Grün aus der Erde hinaus

Es wird größer

Muss vielleicht eine Zeit lang gestützt werden

Es wächst weiter

Übersteht Stürme und die unterschiedlichsten Wetter und Jahreszeiten

Wird groß und stark

Blüht

Trägt Früchte

Wird Heimat für viele Vögel und anderes Getier

Erfreut Menschen mit seinen Wohltaten


Wie hatten schon über den Mann, der Bäume pflanzte gesprochen, aber heute geht es um die Frau, die Bäume pflanzte:
Die Kenianerin Wangari Maathai (1940-2011) erhielt als erste Afrikanerin 2004 einen Nobelpreis. Sie setzte sich – neben ihrem Engagement für Frauenrechte – für eine nachhaltige Nutzung der Umwelt ein und rief das Green Belt Movement ins Leben um zusammen mit anderen Frauen Bäume zu pflanzen und so verwüstete Gegenden wieder zu begrünen und die Wasserversorgung sicherzustellen.



Quelle:






Quelle: 
  






The Woman who planted trees




Give space to the growing

Allow the new to arise

At first a seed, tiny

Then the first tenuous green looks comes out of the earth

It grows

Perhaps it has to be supported for a time

It waxes further

Withstands storms and the different weathers and seasons

Becomes big and strong

Blossoms

Bears fruit

Becomes home for a lot of birds and other animals

Delights humans with its benefactions


Before we spoke about the Man who planted trees, but today it is about the Woman who planted trees:
The Kenyan Wangari Maathai (1940-2011) received as first African woman the Nobel Prize in 2004. She took a stand - among her engagement for women rights – for a sustainable use of the environment and brought the Green Belt Movement into being for planting trees together with other women. So they regreened desertificated areas and ascertained the water supply.




Sonntag, 5. April 2015

Dies ist die Nacht



Dies ist die Nacht,
die unsere Väter, die Söhne Israels,
aus Ägypten befreit
und auf trockenem Pfad durch die Fluten des Roten Meeres geführt hat.

Dies ist die Nacht,
in der die leuchtende Säule
das Dunkel der Sünde vertrieben hat.

Dies ist die Nacht,
die auf der ganzen Erde alle, die an Christus glauben,
scheidet von den Lastern der Welt,
dem Elend der Sünde entreißt,
ins Reich der Gnade heimführt
und einfügt in die heilige Kirche.

Dies ist die selige Nacht,
in der Christus die Ketten des Todes zerbrach
und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.

Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht:
„Die Nacht wird hell wie der Tag,
wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben."
(Aus dem Exsultet)

Dies ist die Nacht, in der wir nicht mehr den Tod beklagen.
Dies ist die Nacht, in der wir das Dunkle hinter uns lassen und das Helle begrüßen.
Dies ist die Nacht, in der wir aufstehen zum Leben – ganz wie die blutflüssige Frau:

Jetzt kam er doch tatsächlich in ihre Stadt! Der Mann, von dem sie schon so viel gehört hatte, der schon so viele berührt, angerührt, geheilt hatte! Vielleicht konnte er auch sie heilen, oder ihr ihr Los zumindest ein wenig erleichtern.
Als sie mitbekam, dass er da war, da musste sie einfach zu ihm! Sie drückte sich durch die enge Menschenmenge, die mal stand, ihm dann wieder folgte. Dann sah sie das Flattern seines Gewandes von hinten. Immer wieder wurde sie von der Menschenmenge zurückgedrängt, kämpfte sich wieder nach vorne, streckte die Hand nach seinem Gewand aus. Ihn anzusprechen traute sie sich nicht, zu unbedeutend schien ihr ihr eigenes Anliegen im Verhältnis zu denen der anderen. Aber von ihm ging solch eine Ruhe, solch eine Magie, solch eine Macht aus, dass sie einfach versuchen musste in seine Nähe zu kommen, und wenn sie nur einen Zipfel seines Gewandes berühren konnte.
Wieder hatte sie sich nach vorne gekämpft, da konnte sie endlich einen Zipfel seines Gewandes erhaschen. Schlagartig blieb er stehen, sie wäre fast mit ihm zusammengeprallt. Während sie ihre Hände erhob um ihre Lage auszubalancieren und zu verhindern, dass sie nach hinten fiel und ihr dabei sein Gewand aus den Fingern glitt, da spürte sie es: Es war weg! All ihre Schmerzen, ihre Plagen, ihre Scham – auf einen Schlag wie weggeblasen. Da drehte er sich um, er hatte gespürt, dass da etwas von ihm ausgegangen und auf sie übergegangen war. Wie feinfühlig muss er gewesen sein, dass er selbst eine Berührung seines Gewandes wahrnahm!
Während er fragte, wer ihn da berührt hatte, drehte er sich um und sah sie an – er wusste, dass sie es gewesen war. Kaum hörte sie was er sprach, so fasziniert war sie von seinem Blick. So hatte sie noch niemand angeschaut. Er sah nicht nur ihre Oberfläche wie so viele andere – ihr verhärmtes Gesicht, ihre über die Jahre grau gewordenen Haare, ihr von der Krankheit gezeichneter Körper – nein, er sah tiefer. Er sah wer sie unter dieser Oberfläche war, sah ihre Verletztheit, ihr Leiden, ihre Scham sich jahrelang auf kein gesellschaftliches Ereignis getraut zu haben. Und er verurteilte sie dabei nicht, sondern schaute sie liebevoll an, und dieses liebevolle Anschauen heilte sie von innen heraus.
Als er sie so anschaute und sie sich zu erkennen gab, zwang er sie damit öffentlich zu bekennen was geschehen war. Gott war ihr das peinlich! Sie hatte jahrelang gesellschaftliche Ereignisse gemieden, mit den Jahren alle Farbe abgelegt und sich vor familiären Bindungen zurückgezogen – und jetzt zwang er sie damit zu erzählen was geschehen war, wie sehr sie in den letzten Jahren gelitten hatte und von welcher Last sie nun befreit war. Obwohl ihr das so unsäglich peinlich war, trug es doch ein gutes Stück zu ihrer Heilung bei, dass sie von ihr erzählen musste.
„Dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh in Frieden.“
Ja, jetzt konnte sie wirklich in Frieden gehen. Sie war an Leib und Seele gesundet, war wie ein Schmetterling aus seinem Kokon geschlüpft.  Sie konnte das Vergangene zurücklassen und sich nun auf ein Leben voller Farben und Licht freuen.
(Frei erzählt nach Lk 8)

Gehen wir mit der geheilten Frau hinaus in dieses neue Leben voller Farben und Licht.

Frohe Ostern!

This is the night



This is the night,
when once you led our forebears, Israel's children,
from slavery in Egypt
and made them pass dry-shod through the Red Sea.

This is the night
that with a pillar of fire
banished the darkness of sin.

This is the night
that even now throughout the world,
sets Christian believers apart from worldly vices
and from the gloom of sin,
leading them to grace
and joining them to his holy ones.

This is the night
when Christ broke the prison-bars of death
and rose victorious from the underworld.

This is the night
of which it is written:
The night shall be as bright as day,
dazzling is the night for me, and full of gladness.
(From the Exsultet)

This is the night, when we bewail the dead no more.
This is the night, when we leave the dark behind us and welcome the bright.
That is the night, when we stand up to life – much like the Bleeding Woman:

Now he came really into her town! The man from whom she already heard so much, who already touched, moved, healed so many! Maybe he could heal her, too, or at least ease her fate a bit.
As she realised that he was in town she had to approach to him! She pressed herself through the narrow crush of people that then stood, him then again followed. Then she saw the fluttering of his garment from behind. Again and again she was forced back by the crowd, fought back forward, and reached out her hand to touch his garment. She didn’t dare to respond to him, too insignificant seemed her her own concern proportional to others. But from him such a silence, such a magic, such a force reached out from him that she simply had to try to be near to him, and if she only could touch a tail of his garment.
Again she fought back to the front, then finally she could snatch a tail of his garment. Abruptly he stopped, almost she had cannoned into him. While she raised her hands to balance her position and to avoid to fall back and to loose his garment out of her fingers, she felt it: It has gone! All her aches, her bothers, her shame – at a stroke like blown off. Then he turned around, he felt that something emanated from him and changed over to her. How sensitive he must have been to perceive even a touch of his garment!
While he asked who had touched him he turned around and looked at her – he knew that it have must been her. She barely heard what he spoke, so fascinated was she by his glimpse. Never has she been viewed like that. He saw not only her surface like so many others – her haggard face, her over the years grey turned hair, her by disease ravaged body – no, he saw deeper. He saw what laid under her surface, saw her vulnerability, her suffering, her shame not to have dared to take part in social events. And he not condemned her for that, but he looked affectionately at her, and that affectionate view healed her from inside.
As he looked to her like that and she revealed herself her forced her with that to confess officially what has happened. Almighty, how felt she embarrassed about it! Yearslong she avoided social events, with the years she casted off all colours and backed down from family ties – and now he forced her with that to tell what happened, how she suffered in recent years and from which burden she now got rid of. Although that was so unspeakable embarrassing for her, it was a good piece conducive to her healing that she had to talk about it.
“Thy faith hath made thee whole. Go in peace.”
Yes, now she could really go in peace. She has recovered at body and soul, has hatched like a butterfly from his cocoon. She could move on from the past and now look forward to a life full of colours and light.
(Free told after Luke 8)

Let us go together with the Healed Woman out into that new life with colours and light.

Happy Easter!

Samstag, 4. April 2015

Jetzt ist die Zeit der Trauer



Wir haben gestern in das Auge des Grauens geschaut.
Wir haben uns gestellt, haben gesehen, gehört, waren schockiert, obwohl wir die Geschichte schon kannten.
Vielleicht haben wir uns auch gegruselt oder sogar gefürchtet.
Haben uns gefragt, wie wir uns in der Situation der Jünger reagiert hätten: Wären wir geblieben? Wären wir geflohen? Hätten wir uns hinter verschlossenen Türen versteckt? Wie wäre es um unsere Angst bestellt gewesen?

Und bei den Gräueln in aller Welt stellten wir uns vielleicht die Frage: Musste das sein? Wie können Menschen so etwas tun?
Wie kann Gott das zulassen?

Gott hat den Menschen als ein Wesen geschaffen, das mit Vernunft und eigenem Willen begabt ist – das beinhaltet auch, dass Menschen Entscheidungen treffen, die uns zuwider laufen, Anderen schaden, sie manchmal auch töten.

Das ist ein Drama.

Aber das Drama von gestern ist nun vorbei.

Der Leichnam ist begraben.
Das Grab ist verschlossen.
Sogar die Kirchenglocken schweigen.

Jetzt ist die Zeit der Trauer, und das ist völlig in Ordnung.
Verlust muss betrauert und verarbeitet werden, und das braucht Zeit und Raum.
Fahr einen Gang zurück, nimm dir Zeit, gib dir Raum.
Nimm Abschied.

Jetzt ist die Zeit der Trauer.


Now is the time of grief.



Yesterday we looked into the eye of horror.
We handed ourselves into it, have seen, have heard, were shocked though we already knew the story.
Perhaps we got the creeps or even stood in awe, too.
Asked ourselves how we had reacted in the situation of the disciples: Would we have stayed? Would we have fled? Would we have hided ourselves in camera? In what shape would have been our fear?

And concerning the atrocities from all over the world we pose ourselves possibly the question: Was that really necessary? How can humans do such things?
How can God admit that?

God created man as a being that is gifted with the faculty of reason and an own will – that includes even that people make decisions which are repulsive to us, which harm others, kill them sometimes, too.

That is a drama.

But the drama of yesterday is over now.

The corpse is buried.
The grave is sealed.
Even the churchbells remain silent.

Now is the time of grief, and that is completely all right.
Loss has to be grieved and handled, and that takes time and space.
Ease up, take your time, give yourself space.
Take farewell.

Now is the time of grief.

Freitag, 3. April 2015

Müssen wir uns das angucken?



Brutalität allerorten:
Fernsehbilder von abgestürzten Flugzeugen oder überschwemmten Dörfern.
Zerfetzte Körper, abgetrennte Gliedmaßen, weggeschossene Gesichter.
Und als ob das noch nicht reichen würde auch Krimis und andere Spielfilme mit jeder Menge Leichen, mit mehr oder weniger deutlich dargestellten Gräueltaten.

Müssen wir uns das angucken?

Bei Unterhaltungssendungen im Fernsehen haben wir die Wahl, ob wir zusehen oder abschalten.
Die Hirnforschung hat schon lange herausbekommen, dass jeder Mord, den wir uns ansehen – und wenn er im Fernsehen geschieht – unser Gehirn verändert. 
Aber was ist mit den Gräueln, die tagtäglich überall auf der Welt passieren?

Müssen wir uns das angucken?

Und jetzt ist auch noch Karfreitag.
Noch mehr Folter, Qualen, Tod.

Müssen wir uns das angucken?

Ja.
Zumindest einmal im Jahr sollten wir richtig hinschauen.
Man mag die „Passion Christi“ ja in manchen Punkten kritisieren, ab in einer Hinsicht ist der Film hilfreich: Er zeigt die Brutalität der Geißelung und der Kreuzigung. In allen Details.
Und bewahrt uns davor, den Karfreitag allzu verklärt, allzu weichgezeichnet, allzu theologisch überhöht zu sehen.
Was dort geschehen ist, war brutal, schockierend, hat viele verängstigt.
Und genauso ist es auch heute, wenn wir die Gräuel der Welt betrachten, wie die Fotografen und Filmleute, die vor einem Jahr nach Ruanda reisten, um ein Massaker in einer Kirche zu dokumentieren. 
In solchen Momenten müssen wir hinschauen, auch wenn es weh tut.

Wieder heil machen dessen was tot ist – hach, wäre das nicht wunderbar?
Wenn das Dunkle wieder hell würde, wenn das, was wir so schmerzlich vermissen wieder da wäre, wenn aus Leid wieder Freude würde – wäre das nicht wunderbar?
In Momenten, in denen uns das Leben beutelt und wir darunter leiden mag es uns verlockend erscheinen, wenn der vorherige Zustand wiederhergestellt würde.

Doch was wäre eine Welt ohne Leid und Tod? Wäre das wirklich die Welt, in der wir leben wollten?
Wüssten wir dann überhaupt was Freude ist, wenn wir nie Leid erfahren hätten?
Hätten wir eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt glücklich zu sein, wenn wir nie unglücklich oder verzweifelt gewesen wären?
Wüssten wir Liebe wirklich zu schätzen, wenn wir nie Ablehnung erfahren hätten?

Die dunkle Seite des Lebens mag bisweilen schwierig zu ertragen sein, aber sie ist ein Teil des Lebens.
Ohne die Nacht könnte der Tag nicht von Neuem erwachen.
Ohne das Sterben der Pflanzen im Herbst gäbe es keine fruchtbare Erde um das Leben der neuen Pflanzen zu nähren und keine Samen um es entstehen zu lassen.
Und ohne unsere Vorfahren wären wir nicht hier.

So schmerzlich die Realität des Todes bisweilen zu ertragen ist, so notwendig ist er.
Würde man den Zustand vor dem Tod einfach wieder herstellen, wo bliebe dann die Weiterentwicklung?

Hätte es die Kreuzigung nicht gegeben, hätten wir dann jemals von Jesus erfahren?
Hätten seine Botschaft und sein Leben dann jemals solch eine Kraft entfalten können?
Wären dann so viele Menschen in ihrem Glauben stark gewesen, dafür sogar in den Tod gegangen?

Ohne die Kreuzigung hätte es die Auferstehung nicht gegeben.
Oder jedenfalls nicht so, wie wir sie kennen.
Aber ohne die Kreuzigung wäre die Geschichte Jesu wohl nie so stark geworden.

Wir sehnen uns danach, dass Unheiles heil wird, dass alles wieder gut ist, oder ganz neu, ganz einzigartig.

Aber dieser Zeitpunkt ist nicht da, noch nicht.

Heute gedenken wir des Leidens Christi, und des Leidens der Welt.
Heute schauen wir genau hin.

Do we have to look at that?



Brutality everywhere:
TV images of crashed aeroplanes or swamped villages.
Lacerated bodies, disembodied limbs, faces shot to pieces.
And as if that were not enough even crime films and other motion pictures with lots of corpses, with more or less obvious shown atrocities.
 
Do we have to look at that?
 
When it comes to entertainment shows we have the option if we watch it or if we turn off.
Long ago the brain research figured out that every homicide that we watch – and if it happens in the TV – alters our brain.
But what is with the horrors that happen each day everywhere on the world?  

Do we have to look at that?


And now is Good Friday as well.

Still more torture, torments, death.

Do we have to look at that?


Yes.

At least on one occasion per year we should really look closely.
You can criticise the “Passion of the Christ” in some Point, but in one regard the movie is helpful: It shows the brutality of the scourging and the crucifixion. In all details.
And rescues us from seeing the Good Friday far too glorified, too blurred, too theological super elevated.
What happened there was brutal, shocking, frightened a lot of people.
And all the same it is today when we look at the atrocities of the world, like the photographers and filming people who journeyed one year ago to Rwanda to document the slaughter at a church (German article; corresponding English article). 
In those moments we have to look closely, even i fit hurts.

To make unhurt what is dead – alas, won’t that be wonderful?

If the dark became bright, if that what we miss painfully were again here, if sorrow became joy – won’t that be wonderful?
In moments in which life batters us and we suffer under it, it may seem compelling if the previous condition could be restored.

But what would a world without sorrow and death be? Would that be really the world in which we wanted to live?

Would we know what joy is, if we never experienced sorrow?
Would we have an idea of how it feels to be happy if we never had been unhappy or desperate?
Would we estimate love really, if we never experienced rejection?

The dark side of life may be sometimes hard to bear, but it is a part of life.

Without the night the day couldn’t awake anew.
Without the dying of the plants in autumn there were no fertile soil to nourish the life of the new plants and no seeds to give birth to them.
And without our ancestors we won’t be here.

As painful the reality or death is to bear meanwhile, as essential it is.

If one restored the condition of before the death, were remained then the progression?

If the crucifixion never happened, did we ever learn about Jesus?


Could his message and his life have ever spread out with such a power?
Would then so much people were so strong in their faith to go for that even into death?

Without the crucifixion the resurrection never had occurred.

Or at least not in the way we know it.
But without the crucifixion the story of Jesus never had become that strong.

We yearn for the mischief to become unhurt, that everything will fall into place, or entirely new, entirely unique.


But that point of time isn’t here, not yet.


Today we commemorate the Passion of Christ, and the passion of the world.

Today we look closely.


Mittwoch, 1. April 2015

Wir leben nicht auf Okinawa.



Nein, das tun wir nicht. Wir leben auch nicht alle auf dem Land, und die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten 100 Jahren wesentlich verändert.
Können wir trotzdem etwas davon in unser eigenes Methusalem-Konzept integrieren?

Erstens: Ernährung.
Mal ganz ehrlich: Wie ist es um deine Ernährung bestellt? Kommst du auf deine fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag? Wenn nicht, probier Folgendes aus:
-          Fang an mit einem Stück mehr Obst am Tag. Wenn dir das schwer fällt, fang mit Saft an. Du magst kein Obst? Dann geh mal auf einen großen Markt oder in einen Laden mit einer großen Frischabteilung und lass dich inspirieren. Probier auch Dinge, die du nicht kennst. Und wenn es gar nichts wird mit Obst, nimm stattdessen Gemüse.
-          Tausche die Größenverhältnisse auf deinem Teller. Viele Menschen essen zum Beispiel viele Nudeln mit wenig Gemüse – probier’s anders herum. Man braucht nicht unbedingt viele Kohlenhydrate um satt zu werden, das ist eine Sache der Gewohnheit. Bei Mahlzeiten mit Eiweißanteil probier die Drittelregel: Ein Drittel Gemüse, ein Drittel Kohlenhydrate (Reis, Nudeln, Kartoffeln…), ein Drittel Eiweiß (Fleisch, Fisch, Tofu, Käse…).
-          Iss möglichst bunt. Ideal wäre es, wenn du es schaffst, jeden Tag etwas von jeder Farbe zu essen. Wenn das nicht klappt, schau, dass es sich über die Woche ausgleicht.
-          Bereite dein Essen möglichst selbst zu und kaufe möglichst wenig fertig Zubereitetes. Falls doch, achte darauf, dass die Zutatenlisten möglichst kurz sind, dass nichts darin steht, das du nicht verstehst und dass Zucker und Salz möglichst weit hinten stehen (von dem, was ganz am Anfang der Liste steht, ist am meisten drin). Du hast keine Idee, was du kochen sollst? Dann lass dich von Seiten wie eatsmarter.de inspirieren. Du kannst nicht kochen? Dann mach einen Kochkurs, an vielen Volkshochschulen gibt es für jeden Geschmack etwas. Du bist viel unterwegs? Dann leg dir eine Klickbox oder eine Bentobox zu, Suppen lassen sich auch gut in Schraubgläsern transportieren. Ideen für den Inhalt gibt es zum Beispiel auf www.nekobento.com.
-          Iss weniger Zuckerhaltiges. Dazu gehören neben Süßigkeiten auch Stückchen vom Bäcker oder Süßgetränke. Dann klappt’s auch mit Obst und Gemüse besser.
-          Iss weniger Fleisch und Milchprodukte. Wenn du Diabetes hast, sei vorsichtig mit Obst, es enthält Fructose.
-          Schaffst du es, einen Tag lang auf Getreide und tierische Produkte zu verzichten? Dann mach das regelmäßig einmal pro Woche. Das machst du schon? Dann probier’s mit zwei Tagen.
-          Dein Bauch macht dir Kummer und du weißt nicht so recht warum? Dann mach dich mit der FODMAP-Theorie vertraut. Beginne damit, dass du für eine paar Tage nur Lebensmittel aus dem grünen Bereich isst und dann nach und nach Lebensmittel aus dem roten Bereich austestest. Lasse dabei nur die Lebensmittel aus, bei denen du dir sicher bist, dass du dagegen allergisch bist, um herauszubekommen, woran es wirklich liegt.
-          Wenn du bestimmte Lebensmittel nicht verträgst oder eine chronische Krankheit hast, lass von einem Ernährungsberater prüfen, ob du mit der Nahrung alle wichtigen Nährstoffe erhältst. Für einen ersten Überblick kannst du Online-Ernährungstagebücher wie das von FDDB in Anspruch nehmen. Wenn es keine triftigen gesundheitlichen Gründe gibt, die dagegen sprechen, sollten alle Nahrungsmittelgruppen regelmäßig in der Ernährung vorkommen. Wenn eine Nahrungsmittelgruppe wegfällt, sollte sie ersetzt werden. Bei manchen Krankheiten verbraucht der Körper von manchen Nährstoffen mehr als man mit der Nahrung zuführen kann, in diesem Fall sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll – aber bitte nur dann ergänzen, wenn wirklich ein Mangel vorliegt. Die unterschiedlichen Nährstoffe bilden im Körper ein sensibles Gleichgewicht, wenn man ohne triftigen Grund daran herumschraubt, kann es durchaus aus der Balance kommen. Du weißt nicht, wie du an einen Ernährungsberater kommst? Dann frag bei deiner Krankenkasse nach.

Weshalb ich so oft sage „probier’s aus“? Weil jeder Mensch unterschiedlich ist und nicht bei allen das gleiche funktioniert. Aber schau wirklich, ob die Art und Weise, wie du dich verhältst und ernährst tatsächlich die ist, die dir am besten tut, und nicht nur die, an die du dich gewöhnt hast.


Zweitens: Bewegung.
Bist du ein Couch-Potato oder ein Fitness-Ass? Die meisten bewegen sich irgendwo dazwischen… und bewegen sich de facto viel weniger als sie das von sich denken. Die Ausreden sind vielfältig: die Arbeit, der Stress, zu viele Termine, nicht richtig gesund, zu viel gegessen – und überhaupt, die Fingergymnastik auf der Tastatur ist doch auch Bewegung, oder? Hier ein paar erste Schritte, wie es besser werden kann:
-          Sei ehrlich. Beobachte dich und schau, wie viel du dich tatsächlich bewegst. Und wenn du schummelst, bescheißt du niemand anderes als dich selbst.
-          Fang mit kleinen Schritten an: Nimm die Treppe statt dem Aufzug, steig eine Haltestelle früher aus, fahr mit dem Fahrrad zum Einkaufen, geh abends eine Runde um den Block.
-          Was auch immer du tust, mach es regelmäßig. Dein Herz-Kreislauf-System ist schon mit einer halben Stunde zügiger Bewegung am Tag glücklich, und davon profitiert es mehr als wenn du dich am Wochenende total auspowerst und den Rest der Woche nichts mehr machst.
-          Such dir eine Sportart, die dir Spaß machst. Wenn du kein Sport-Freak bist, dann probier Dinge aus, die du noch nicht kennst: Joggen, Wandern, Fußball, Indiaca, Yoga, Capoeira, Karate, Bogenschießen – es gibt bestimmt etwas, das dir Freude bereitet. Und such dir Gleichgesinnte, zusammen trainieren macht erstens mehr Spaß, zweitens fällt es einem dann leichter dabeizubleiben. Und drittens tust du damit auch gleich etwas für Punkt vier. Schau was die Sportvereine in deiner Umgebung anbieten, oder die Volkshochschulen.
-          Wenn es keinen geeigneten Sportverein in deiner Umgebung gibt oder wenn du Inspirationen suchst, guck dich auf youtube um, vielleicht findest du dort etwas, du kannst auch mit DVDs arbeiten. Aber wenn eine Sportart neu für dich ist, mach bei einem Trainer, der dich korrigieren kann, zumindest einen Anfängerkurs – sonst können sich leicht Fehler und Haltungsschäden einschleichen.

Drittens: Die Arbeit.
Was für einen Bezug hast du zu deiner Arbeit? Machst du sie nur um Geld zu verdienen? Oder ist das, was du tust, deine Berufung?
-          Jobs um Geld zu verdienen sind okay. Von irgendetwas muss man leben, und nicht immer winkt dafür der Traumjob. In vielen Jobs kann man eine Menge über sich und Andere lernen, Kontakte aufbauen und pflegen, oder sich gemeinsam mit den Gegebenheiten eines unangenehmen Jobs arrangieren.
-          Es ist wundervoll, wenn du das arbeiten kannst, wozu du dich berufen fühlst. Du weißt nicht, was deine Berufung ist? Dann krieg heraus, was du gut kannst und was du Spaß machst. Hör auf das, was Andere dir sagen und hör auf das, was dein Herz dir sagt. Probier Dinge aus, die du noch nie gemacht hast. Nicht alle Talente sind in dem verborgen, was in den meisten Schulen auf dem Stundenplan steht. Finde heraus, wofür dein Herz schlägt und worin du gut bist.
-          Die Aufgabe, die dein Herz berührt, muss nicht unbedingt bezahlt sein (auch wenn es toll ist, wenn das der Fall ist). Tu was deine Leidenschaft ist, auch wenn Andere nicht viel davon halten. Mach dein Ding.

Viertens: Gemeinschaft.
Mit wem pflegst du soziale Kontakte? Familie? Arbeitskollegen? Der Gemüsehändler und der Postler? Und wie sieht’s ansonsten aus?
-          Schau dir an, mit wem du die meisten Kontakte pflegst. Sind sie hauptsächlich beruflicher oder privater Natur?
-          Konzentrier dich für einen Moment auf deine beruflichen Kontakte. Empfindest du sie vor allem als Verpflichtung oder haben sie für dich auch einen persönlichen Wert? Versuche in der nächsten Woche, deinen beruflichen Kontakten mehr Qualität zu verleihen: Sprich mit deinen Kollegen über mehr als nur Berufliches, interessiere dich ihre Tagesabläufe, ihre Bedürfnisse, ihre Persönlichkeiten. Mach eure gemeinsame Zeit zu etwas Besonderem, lass sie für dich und deine Kollegen zu einer Kraftquelle werden.
-          Nun schau dir deine privaten Kontakte an: Genießt du sie oder sind sie für dich eher eine Pflicht? Und wie ist es mit den Kontakten in deiner Familie: Pflegst du hier noch die gleichen Beziehungsmuster wie in deiner Kindheit? Oder gestattet ihr euch, dass mit dem Erwachsenwerden auch eure Beziehungen sich verändern? Profitierst hauptsächlich du von deiner Familie oder profitiert sie von dir? Findest du das angemessen oder möchtest du das verändern?
-          Pflegst du immer die gleichen Kontakte oder lässt du dich auf Neues ein? Die gleichen Kontakte für lange Zeit zu pflegen kann schön sein und Sicherheit verleihen, man kann darin aber auch erstarren. Hast du den Mut, dich auf Neues einzulassen? Knüpf neue Kontakte, mach alltägliche Kontakte zu etwas Besonderem, indem du Kleinigkeiten wahrnimmst, (ernstgemeinte!) Komplimente verteilst, ins Gespräch kommst, bestehende Beziehungen vertiefst.
-          Bei all der Kontaktpflege achte darauf, dass du selbst nicht zu kurz kommst. Beziehungen zu anderen sind wichtig, die Beziehung zu dir selbst ist es aber auch. Nimm dir die Freiräume, die du brauchst um wieder zu dir selbst zu finden und mit dir selbst ins Reine zu kommen. Lass dich auf dich selbst ein, wer du bist, wie du geworden bist, was du liebst und was nicht. Denn in Beziehungen bist du dann am wertvollsten, wenn du ganz authentisch, ganz du selbst sein kannst. Die Qualität deiner Zeit mit anderen ist wichtiger als die Quantität.

Fünftens: Spiritualität.
Was für einen Bezug hast du zu deinen Ahnen? Sind sie unbekannte Größen für dich oder hast du einen Bezug zu ihnen? Und was ist mit der Beziehung zu dem Land auf dem du lebst? Glaubst du an eine Realität, die die Welt im Innersten zusammenhält?
-          Geh deinem eigenen Stammbaum nach: Finde heraus wer deine Vorfahren waren, welche Berufe sie hatten, wo sie gelebt haben. Schau, ob es noch Bilder gibt von deinen Großeltern und den Generationen davor, zumindest Hochzeitsbilder sind oft erhalten.
-          Schau, wo in deinem Leben du deine Wurzeln siehst, wer dich geprägt hat, von wem du gelernt hast. Früher war es oft üblich, dass man für eine sehr lange Zeit von einem bestimmten Menschen gelernt hat – gibt es so jemanden in deinem Leben? Wie hat dich das geprägt, was du dort gelernt hast? Was machst du heute aus diesem Erbe? Und wie willst du es weitergeben?
-          Wer ist dein Volk? Wer sind die Menschen, denen du dich zugehörig fühlst, für die du dich einsetzt? Und ist dies für dich von einem bestimmten Ort abhängig oder existiert es unabhängig davon?
-          Beschäftige dich mit der Geschichte des Ortes, an dem du lebst. Forsche nach, was die Menschen dort früher erbaut haben, wie sie gelebt haben, was ihnen wichtig war. Besuche alte Monumente wie Burgruinen und alte Kirchen, schau dich in Museen um, geh in Bibliotheken, finde heraus, wie deine Gegend in vorchristlicher Zeit aussah.
-          Geh raus in die Natur. Fühle den Wind im Haar, den Regen und die Sonne auf der Haut, die Erde unter deinen Füßen. Mach dich mit den Pflanzen in deiner Umgebung vertraut, finde heraus, welche essbar sind und welche giftig und was für Heilwirkungen in ihnen verborgen sind. Setz dich unter einen Baum und spüre seine Stärke. Hör den Vögeln zu und lerne ihren Gesang zu unterscheiden.
-          Wer oder was ist dein Gott? Was ist für dich das Heiligste, der höchste Wert, das, wofür du alles andere aufgeben würdest? Was trägt dein Leben? Was ist für dich der Urgrund allen Seins? Lerne unterschiedliche spirituelle Wege kennen und schaue, welcher zu dir passt.
-          Gib dir Zeit zur Entfaltung deiner inneren Räume. Hab Mut, deine eigene Kreativität zu entdecken. Probier Unterschiedliches aus: Tanzen, Malen, Handwerken, Tiere pflegen, Pflanzen züchten… Probier Meditation und Entspannungsmethoden aus.
-          Gib deinem Leben einen eigenen Rhythmus. Finde Rituale, die dein Leben und deinen Tag strukturieren und zu dir passen. Und wenn du keine vorgegebenen Rituale findest, die dir zusagen, dann schaffe dir deine eigenen.

Deine Entscheidungen von gestern haben zu dem Leben geführt, das du heute hast.
Entscheide dich heute für das Leben, das du morgen führen willst.


We don’t live on Okinawa.



No we don’t. We don’t live in a rural area, too, and the working conditions changed a lot in the last 100 years.
Are we able to integrate some of it in our own Methuselah-concept?

At first: Nutrition.
Be honest: In which condition is your nutrition really? Do you eat your five servings of fruits and vegetables per day? If not, try the following:
-          Start with one piece more of fruit per day. If that’s difficult for you, start with juice. You don’t like fruits? Then go to a big market or into a shop with a big section for fresh foods and get your inspiration from it. Try things that you don’t know, too. And if you don’t make it with fruits at all, take vegetables instead.
-          Change the proportions on your plate. A lot of people eat for example a lot of noodles with few vegetables – try the other thing. You don’t need absolutely a lot of carbohydrates to be full, that’s a thing of custom. At meals with a part of proteins try the rule of thirds: A third of vegetables, a third of carbohydrates (rice, noodles, potatoes…), a third of proteins (meat, fish, tofu, cheese…).
-          Eat as colourful as possible. It would be perfect if you could eat every day something of every colour. If that doesn’t work, try to balance this out over the week.
-          If possible, prepare your meals yourself and buy as less as possible convenience food. But if you have too, look to it that the ingredient lists are as short as possible, that there is nothing included that you don’t understand and that sugar and salt are in the rear of it (those things who are in the top of the list are the most included). You don’t know what to cook? Then get inspirations from sites like allrecipes.com/ or www.food.com/. You don’t know how to cook? Then take part in a cooking course, at a lot of adult education centres there is something for every taste. You’re a lot on the road? Then invest in a click-box or a bento-box, soups a re good to transport in screw top jars. You can get ideas for the content for example on http://justbento.com/recipes or http://www.justonecookbook.com/recipes/how-to-make-bento/.
-          Eat less sugar-containing things. Those are not only sweets, but even slices of the baker and sweet drinks. Then it will easier be to you with fruits and vegetables, too. If you have problems with diabetes, be careful with fruits, they contain fructose.
-          Eat less of meat and milk products.
-          Do you make it to deny yourself to corn and animal products for a day? Then do that regularly once per week. You already do that? Then try two days.
-          Your belly causes concern to you? Then try the low fodmap diet. Start with eating for a few days only foods from the green area, then test bit by bit foods of the red area. Leave only those foods out to which you are allergic, so you can figure out what really does the trick.
-          If you don’t tolerate certain foods or you have a chronic disease, visit a nutrition consultant to check if you get all essential nutrients with your foods. To get a first overview, you can check out online nutrition diaries like https://cronometer.com/. If there are no solid health reasons which are against it, every group of foods should be part of the nutrition. If a group of foods is cancelled it should be replaced. With some diseases the body takes more nutrients than you can eat, in this case nutritional supplements are meaningful – but please do only substitute if there is a shortage. The different nutrients build a sensible balance in the body, and if you screw without any solid reason at it, you risk serious consequences. You don’t know how to get a nutrition consultant? Then ask your health insurance.

Why do I say so often “try it”? Well, everyone is different, and the same doesn’t work with everybody. But do really look if the kind you behave and eat is that what works best for you and not only is that what you are used to.

In the second place: Exercise.
Are you a couch potato or an ace in sports? Most of us are somewhere in between of it… and exercise in fact much less as we think we would. The excuses are multifaceted: the job, the stress, too many appointments, not really healthy, eaten too much – and anyway, the finger gymnastics on the keyboard is exercise, too, isn’t it? Here a few first steps how it can get better:
-          Be honest. Observe yourself and look how much you really exercise. And if you cheat, you only screw yourself, nobody else.
-          Start with little steps: Tape the stairs instead of the elevator, dismount one station earlier, take the bike to do your purchases, go for a spin in the evening.
-          Whatever you do, make it regularly. Your cardiovascular system is already happy with half an hour of rapid exercise per day, and it profits more of it as if you burn off energy at the weekend and can’t do anything for the rest of the week.
-          Look for a form of sport that’s fun for you. If you aren’t a sports freak, try things that you don’t know yet: jogging, hiking, football, peteca, yoga, capoeira, karate, archery – certainly there is something that you like. And look for like-minded people, working out together at first is funnier, in the second place, like that it is easier to stick with it. And in the third place you do with that something for point number four. Look what the sports clubs in your areas offer, or the adult education centres.
-          If there is no suitable sports club in your area or if you are seeking for inspiration, have a look around at youtube, or you can even work with DVDs. But if a form of sport is new for you, take at minimum part in a beginner course at a local coach – otherwise mistakes and postural defects can slip in.

In the third place: The task.
What kind of connection do you have to your labour? Do you only to it to earn money? Or is that what you do your vocation?
-          Jobs for earning money are okay. You have to live from anything, and not always the dream job is in store.  In a lot of jobs you can learn a lot about yourself and others, establish and cultivate contacts, or arrange together with the circumstances of an unpleasant job.
-          It’s wonderful if you can work to what you feel called. You don’t know what your vocation is? Then find out what you’re good in and what you like to do. Hear what others say to you and listen to your heart. Try things you’ve never did before. Not all talents are hidden in that what fits into the timetable of the most schools. Find out what stirs your blood and what you’re good in.
-          The task what touches your heart doesn’t have absolutely to be paid (but it is great if it is). Do what is your passion, even if others are not with you. Make your thing.

In the fourth place: Community.
With whom you cultivate social contacts? Family? Workmates? The greengrocer and the post office worker? And what else?
-          Look with who you cultivate the most contacts. Are they mainly of professional or private nature?
-          Concentrate for a moment onto your professional contacts. Are they mainly an obligation for you or have they a personal value for you? Try in the following week to give more quality to your professional contacts: Speak with your workmates about more than only that what concerns to the job, be interested into their daily routines, their needs, their personalities. Make your common time to something special, let it become to a source of strength for your colleagues and you.
-          Now have a look at your private contacts: Do you enjoy them or are they rather a duty? And what is with the contacts in your family: Do you cultivate the same connection patterns as in your childhood? Or do you admit to each other that with growing up your connections change, too? Do you mainly you benefit from your family or benefits it from you? Is that suitable for you or do you want to change it?
-          Do you cultivate always the same contacts or do you set into new ones? To cultivate the same contacts for a long time can be wonderful and give security, but you can freeze in them, too. Do you have the courage to set into new things? Establish new contacts, make everyday contacts to something special with appreciating trifles, addressing (for real meant!) compliments, getting into conversation, intensifying existing contacts.
-          With all the cultivation of contacts, look to it that you yourself don’t come off badly. Relations to others are important, but the relation to you is it, too. Free up spaces for yourself that you need to find back to yourself and to come clean with you. Get involved with yourself, who you are, how you have become, what you love and what not. Because in relations you are then most of value when you can be fully authentic, be completely yourself. The quality of your time with others is more important than the quantity.

For the fifth place: Spirituality.
What connection do you have to your ancestors? Are they unknown quantities for you or do you have a connection to them? And what is with your connection to the land you’re living on? Do you believe to a reality that holds the world together in its inmost folds?
-          Keep track of your ancestral chart: Find out who your ancestors were, what professions they had, where they lived. Look for photos of your grandparents and the generations before them, at least photos of weddings often remained.
-          Look where in your life you see your roots, who influenced you, from whom you learned. In the olden days it was common practice to learn for a very long time from a certain person – is there such a person in your life? What do you do today with that heritage? And how do you want to pass it?
-          Who is your nation? Who are the people you are related with, for whom you put yourself out? And corresponds that for you to a certain place or is it independent of it?
-          Get your teeth into the history of the place where you live. Enquire what the people built there formerly, how they lived, what was important for them. Visit old monuments like castle ruins and old churches, look around in museums, go into libraries, found out how your area looked in pre-Christian times.
-          Go out into the nature. Feel the wind in your hair, the rain and the sun onto your face, the earth under your feet. Familiarize with the plants in your environment, find out which ones are edible and which ones poisonous and which healing powers are hidden in them. Sit under a tree and feel its strength. Listen to the birds and learn to distinguish their songs.
-          Geh raus in die Natur. Fühle den Wind im Haar, den Regen und die Sonne auf der Haut, die Erde unter deinen Füßen. Mach dich mit den Pflanzen in deiner Umgebung vertraut, finde heraus, welche essbar sind und welche giftig und was für Heilwirkungen in ihnen verborgen sind. Setz dich unter einen Baum und spüre seine Stärke. Hör den Vögeln zu und lerne ihren Gesang zu unterscheiden
-          Who or what is your God? What is for you the most holy, the highest value, that for what you would give up everything else? What bears your life? What is for you the primal ground of all being? Learn about different spiritual paths and look which one suits best for you.
-          Give yourself time to develop your inner spaces. Take courage to explore your own creativity. Try different activities: Dancing, painting, do-it-yourself, caring for animals, breeding plants… Try meditation and recreational methods.
-          Give an own rhythm to your life. Find rituals that structure your life and your day and that suits to you. And if you don’t find given rituals that appeal to you, then create your own ones.

Your decisions of yesterday led to the life that you have today.
Decide today for the life you want to lead tomorrow.